go to content

Menu

Ein Leben für den Glauben: Helmuth Schuler liest aus "Jesus Manager"

Prälat Helmuth Schuler durfte 2014 sein Goldenes Priesterjubiläum feiern und vollendet in diesem Jahr sein achtes Lebensjahrzehnt. Ein Leben in Fülle liegt hinter ihm, dessen Stationen er in seinem autobiografischen Werk "Jesus Manager" Revue passieren lässt. Bei einer Lesung in der Hacklberger Bücherei stellte er das Werk vor.

Schuler schreibt über seine Kindheit, seine Schulzeit, seine Berufung zum Priester – und seine erste Kaplanstelle, die neuerbaute Kirche St. Konrad in Hacklberg. Nachhaltige Erfahrungen konnte er als Seelsorger einer Jugendstrafanstalt sammeln. Ganz anders waren die Anforderungen für ihn als Religionslehrer bzw. Studienrat an einem Gymnasium, bis er schließlich die Pfarrei Zwiesel übernahm.

Jeder Abschnitt erforderte andere Fähigkeiten in seinem Anliegen, den Glauben zu vertreten und anderen nahezubringen. Als Jesusmanager, ein Spitzname, den er einmal bekommen hatte, kam er sich manchmal vor, weil es vielfach um bürokratische oder organisatorische Tätigkeiten ging. Gleichwohl standen immer die Menschen im Mittelpunkt, das zeigt sich auch in seinem Buch. Eltern, Vorgesetzte, Kollegen prägten ihn, stellten ihn vor oft unüberwindliche Herausforderungen, er indes bemühte sich immer, für die ihm Anempfohlenen Verantwortung zu übernehmen. Nicht immer gelang ihm sein Bestreben um Seelsorge, er musste sich eigene Unzulänglichkeiten eingestehen. Auch Hilflosigkeit, wenn Unterstützung fehlte, machte ihm zu schaffen: Und doch, in seinem Gottvertrauen öffnete sich immer wieder ein Fenster, wenn eine Tür zufiel.

Helmuth Schuler schreibt unverschnörkelt und klar, manchmal nüchtern, doch berührt er gerade dadurch den Leser bzw. Zuhörer. Dabei spürt man, dass einzelne Episoden auch heute noch unaufgearbeitet sind, ihn nachhaltig berührt haben. So wirkte der Referent authentisch und ehrlich. Das macht das Buch interessant und sorgte für einen kurzweiligen Abend. Umrahmt wurde die Lesung vom Musiktrio Hans Anetzberger, Marianne Stockinger und Rupert Karl. Erwähnenswert ist ein Nachtrag: Als Helmuth Schuler in Hacklberg seine ersten Kaplanjahre verbrachte, war der jetzt amtierende Pfarrer August Lindmeier zu Beginn seiner priesterlichen Tätigkeit bei ihm in der Pfarrei Zwiesel. So schließt sich der Kreis.

Ein Bericht in der PNP vom  27.04.2018

Zurück